Die vier Elemente

Die Frage aller Fragen: wer bin ich? Wozu bin ich hier? Bin ich auf dem richtigen Weg? Warum passiert mir immer wieder dieselbe Scheisse?

Dies sind essentielle Fragen. Ein tieferes Verständnis unserer Hände kann dabei helfen den entsprechenden Antworten näher zu kommen. Wir alle sind Reisende auf dem grössten Abenteuer überhaupt; dem Leben selbst.

Doch die Hände geben ihr Geheimnis nicht einfach ohne Weiteres preis. Um ihre Botschaft zu verstehen, müssen wir uns in die Sprache der Natur einfühlen: die der vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser.

Sie zeigen uns die Eigenschaften unserer Energien. Lassen wir unsere Gefühle fliessen wie das Wasser? Sind wir standhaft und ausdauernd wie ein Fels in der Brandung? Heben unsere Gedanken ab in luftige Höhen? Entfachen wir unser inneres Feuer und lassen der schöpferischen Kraft freien Lauf?

Die rein rationale Weltanschauung verwendet die entsprechenden Begriffe und so ging die Sprache der Symbole vergessen. C.G. Jung und andere Geistesforscher erkannten die tiefe Bedeutung der archetypischen Bilder und übersetzten diese in moderne Begriffe. Und heute, auf der Schwelle zu einem umfassenden Epochenwechsel, haben wir als frei denkende Individuen die Möglichkeit, wieder mit dieser Art der Weltanschauung in Kontakt zu treten. Direkt und autonom, frei von religiöser Dogmatik, frei von Aberglauben und frei darin, nicht blind nachzuplappern, sondern immer wieder für sich selber alles kritisch zu überprüfen.

 

Handanalyse ist ein lebensnaher und unmittelbarer Bereich, um mit den in uns Menschen tätigen Elementarkräften in Kontakt zu treten und einen ersten Schritt in eine neue selbstbestimmtere und mit dem Kosmos verbundenere Richtung zu nehmen.



 

pexels-kaique-rocha-447329.jpg
Charles_Meynier_-_Statue_of_Mercury_in_a_landscape.jpg

Mythologie

Die zweite Sprache die wir als Handleser verwenden ist jene der Archetypen, wie wir sie in allen Mythologien vorfinden. Wir bedienen uns dabei der römischen und griechischen Götterwelt und der Planetenkräfte, man könnte die Bilder aber wahrscheinlich nach Belieben mit jeder anderen Mythologie austauschen. Die Bedeutung bliebe diesselbe.

So steht der Jupiter (Zeigefinger) beispielsweise für das Machtprinzip, für Ausdehnung, Führung, Autorität. Nicht umsonst nehmen wir den Zeigfinger, um jemand anderem den Weg zu zeigen. Bei Merkur (kleiner Finger) stellen sich Intimitätsfragen oder das Thema der Kommunikation, bei Saturn (Mittelfinger) geht es um materiellen Wert, Stabilität oder die Gesetze.

So entdecken wir in den Handlinien, auf welche Art die Energien zu diesen Prinzipien hin- oder wegfliessen und in den Fingerabdrücken ob wir beispielsweise ein verletztes Verhältnis zum Thema Macht haben, oder ob wir das Thema Stabilität negieren, obwohl vielleicht gerade da unser grösstes Potential liegt.

Dies sind nur einige Beispiele. Entscheidend ist: jeder Mensch ist einzigartig und doch kann uns die in den Händen sichtbare Typologie dabei helfen, bestimmte Themen klarer zu umreissen. Die göttlichen Archetypen helfen uns, das psychische Schauspiel, das sich tagtäglich in und um uns herum abspielt besser zu verstehen.

Die Tragödie, die Komödie, die Absurdität, Schönheit, Grausamkeit, das Dilemma des Lebens; all das spiegelt sich energetisch in unserer Seele und unserem Körper und äussert sich in erstaunlicher Klarheit in der Physiognomie unsere Hände.